Dorn/Breuss

Dornmethode

Bei der Dorn-Methode wird zuerst immer mit der Kontrolle der Beinlängen begonnen. Beinlängendifferenzen sind  verantwortlich für Beckenschiefstand und damit einer veränderten Statik der Wirbelsäule!

Nach der Beinlängenkorrektur durch einfache Bewegung und eine Befreiung der oft blockierten Ileosakralgelenke werden die verschobenen Wirbel eingerichtet. Dies geschieht durch sanften oder falls nötig auch mit stärkerem Druck an den Dorn- oder Querfortsätzen. Während der Korrektur pendelt der Klient entweder (je nach Wirbel) mit dem Bein oder Arm, damit die Korrektur in Bewegung erfolgt und damit gegenüber anderen "Einrichtmethoden" keine Gefahr der Überstreckung besteht. Durch die Lösung der Wirbelblockaden werden gleichzeitig die Bandscheiben, die eingeklemmten Nerven und die betroffenen Blutgefäße befreit, so dass auch die Funktion der jeweils versorgten Organe wiederhergestellt wird. (Aus dem Rückenmark entspringen beidseitig die Nervenbahnen, die den ganzen Körper nerval versorgen)

Dadurch werden nicht nur die Schmerzen direkt an der Wirbelsäule, sondern auch eventuelle Schmerzen und Funktionsstörungen von Organen, die aufgrund von Wirbelfehlstellungen auftreten behoben.  Dies muss aber genau abgeklärt und beobachtet werden und ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass organische Störungen natürlich auch völlig andere Ursachen haben können und in entsprechend fachärztliche Betreuung gehören!

Die Dorn-Methode findet Anwendung bei:

- Bandscheibenvorfällen ohne neurologischer Ausfälle

- HWS-, BWS-Syndrom (Halswirbelsäule/Brustwirbelsäule)

- Lumbalsyndrom, Lumboischialgie (Ischias, "Hexenschuß")

- Skoliosen (Wirbelsäulenverkrümmung, hier muss allerdings mit einer längerfristigen Behandlungsdauer je nach Schwere der Skoliose gerechnet werden, parallel dazu auf jeden Fall Krankengymnastik) und andere Wirbelsäulenfehlhaltungen

- ISG-Blockaden (Ileosakralgelenk)

- Beckenschief-/Beckenhochstand

- Intercostalneuralgien, Schulter-Arm-Syndrom

- Myalgien (Muskelschmerzen) und Myogelosen (Muskelverhärtungen) der Rückenmuskulatur

- Organstörungen in dem betreffenden Segment der Wirbelblockade wie z.B. Atemstörungen, Verdauungsstörungen, Herzbeschwerden, Nieren-Blasen-Funktionsstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Akne, chron. Müdigkeit, Gesichtsnerven-Schmerzen, Tennisarm, pelziges Gefühl in den Fingern, Kreislaufschwäche, Arthritis, Abwehrschwäche, Allergien, Nesselausschläge, Ekzeme, Übersäuerung, Krampfadern, Menstruationsbeschwerden, Prostatastörungen, Schmerzen in Beinen und Füßen u.v.m.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass ein dauerhafter Erfolg nicht unerheblich von der Bereitschaft des Klienten abhängt, bestimmte Gewohnheiten, die zur Blockierung geführt haben - soweit möglich - zu ändern und darüber hinaus, sehr leichte, mit einem geringen Zeitaufwand verbundene häusliche Übungen zur dauerhaften Regeneration durchzuführen.

Sehr oft wird die Dorn-Wirbelsäulentherapie in Kombination mit der Massage nach R. Breuß angeboten,   beides ergänzt sich optimal.

Breußmassage

Diese Massage wurde von dem Österreicher Rudolf Breuß (1899-1990) entwickelt. Es handelt sich um eine feinfühlige, energetisch-manuelle Rückenmassage, die sanft seelische und körperliche Verspannungen lösen kann.

Rudolf Breuß war ein Naturheilkundiger und Volksmedizinexperte mit sehr viel Erfahrung. Er ist bekannt geworden durch seine "42 Tage Saft-Fastenkur" bei Leukämie und Krebs, mit der er sehr erfolgreich war.

Er war der Meinung, dass den meisten Menschen mit Bandscheibenschäden und sonstigen Rückenproblemen auch schmerzlos und ohne Operationen geholfen werden könne. Im Gegensatz zur schulmedizinischen Lehrmeinung war Rudolf Breuß davon überzeugt, dass in den meisten Fällen eine Regeneration der Bandscheiben möglich ist. Sein Ansatz war, dass es keine "verbrauchten" beziehungsweise "abgenutzten" sondern lediglich "degenerierte" Bandscheiben gibt. Denn dann müssten ja unsere Fingergelenke zuerst von der Abnutzung betroffen sein. Jedes Gewebe unseres Körpers, das aus vielen einzelnen Zellen besteht, unterliegt einem ständigen Ab- und Aufbau, so auch die Knochen und Bandscheiben. Wenn nun aus verschiedenen Gründen der Aufbau langsamer vor sich geht als der Abbau, so kann aus diesem Ungleichgewicht heraus die Bandscheibe oder der Faserring spröde werden, was auf Dauer zu diversen Rückenproblemen führt.

Ein benutzte folgenden Vergleich: Wenn man auf einen Schwamm ein 50-Kilo-Gewicht legt, ist dieser nach einigen Wochen nur noch eine dünne Platte. Legt man ihn jedoch wieder ins Wasser, dann kann der Schwamm sich wieder bis zu seiner ursprünglichen Größe auffüllen. Aus diesen Überlegungen und Erkenntnissen entwickelte er die nach ihm benannte Massage. Das gleiche wie mit dem Schwamm geschieht bei der Breuß-Massage mit wärmendem Johanneskrautöl oder mit einer anderen tiefenwirksamen Ölmischung.

Zu Beginn wird die Wirbelsäule durch sanfte Massage am Kreuzbein entspannt und leicht gestreckt. Hier können Verspannungen und Verkantungen in diesem Bereich gelöst und korrigiert werden. Anschließend wird die ganze Wirbelsäule sanft gedehnt, dadurch die Zwischenwirbelscheiben "belüftet" und das Öl zur Regeneration von Nervensträngen und unterversorgten beziehungsweise deformierten Bandscheiben einmassiert. Auch kleine Fehlstellungen der Wirbel können dabei sanft und schmerzfrei behoben werden. Zum Abschluss wird der Rücken mit einem Seidenpapier zum Magnetisieren und einem Tuch zugedeckt und energetisch ausgeglichen.

Spätestens hier stelle ich aus meiner Erfahrung fest, dass Reiki je nach Bedarf desjenigen mit einfließt – meist jedoch schon während der Massage – was als besonders tief entspannend und wohltuend empfunden wird und die ohnehin schon ganzheitliche Wirkung der Breuß-Massage noch verstärkt. 

Durch diese Massage wird die Wirbelsäule gestärkt und gestaute Energie wird in diesem Bereich wieder ins Fließen gebracht. Wenn man berücksichtigt, dass sich die ganzen Nervenstränge und auch der Hauptenergiekanal (Meridian) im Bereich der Wirbelsäule befinden, die sich von dort aus in den ganzen Körper verzweigen, wird klar, warum diese Massage zur Vorsorge für eine gesunde Wirbelsäule, zur allgemeinen Entspannung und ganzheitlichen Vorbeugung und Regeneration so ideal ist. Sie kann beliebig oft angewendet werden.

Das Besondere bei Dorn & Breuß ist, dass diese nicht nur "mit dem Kopf", sondern vor allem "mit den Händen" erlernt werden muss, da es hier auf Einfühlungsvermögen in Verbindung mit den intuitiv richtigen Handgriffen ankommt. Die Breußmassage kann aber selbstverständlich auch als ergänzender Abschluss nach der Anwendung vieler anderer Verfahren eingesetzt werden.